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    Wer nicht widerspricht, der spendet

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    Re: Wer nicht widerspricht, der spendet

    Beitrag von Trulla am Mi 5 Sep 2018 - 11:38

    Leon0822 schrieb:Was die Pro Kopf verschuldung der DDR betrifft, solltest du vielleicht mal googlen.

    Warum sollte ich das tun? Die DDR ist kalter Kaffee, was die dort hatten oder meinten gehabt zu haben oder nicht, interessiert mich einen Scheiß. Ich kann dieses Gejaule, wie toll es damals alles angeblich war, echt nicht mehr hören.

    Dir kann die "Pro-Kopf-Verschuldung" eines jeden einzelnen Bundesbürgers doch sowas von piepegal sein, ob das nun fünf-, zehn- oder fünfundzwanzigtausend sind, es ändert nichts an Deinen Lebensumständen. Nach wie vor nimmst Du mehr als Du gibst.
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    Re: Wer nicht widerspricht, der spendet

    Beitrag von Abriter am Mi 5 Sep 2018 - 16:04

    Leon0822 schrieb:


    Ja hatte ich nichts dagegen, dazu stehe ich auch. Solange Gewinne, Rendite, Kapital und Geld wichtiger sind als der Mensch und die Gesellschaft, wirst du mich für dieses System nicht begeistern können.

    Was die Pro Kopf verschuldung der DDR betrifft, solltest du vielleicht mal googlen.

    Auch der vorgegaukelte Sozialkommunismus lebte nicht von Luft. Oder arbeiteten die Ärzte, Pfleger, Techniker, Bauarbeiter, Hersteller usw. für einen feuchten Händedruck? Es muss immer alles bezahlt werden. Wenn du nichts bezahlt hast, dann hat es ein anderer bezahlt. Kostenlos war es ganz sicher nie.

    Die Staatsverschuldung ist ein anderes Thema. Wir, in Deutschland, brauchen keine Bange haben. Der überwiegende Teil der BRD-Schulden sind reine Buchschulden.
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    Re: Wer nicht widerspricht, der spendet

    Beitrag von Abriter am Mi 5 Sep 2018 - 16:06

    Jetzt habe ich einige viele Artikel zum Thema Organspende und Widerspruchslösung gelesen. Mein Eindruck bleibt: eine Totgeburt. Die Widerspruchslösung ändert nichts in den Köpfen der Menschen, an den organisatorischen Erfordernissen und wird auch die Zahl der Transplantationen nicht wesentlich steigern. Pferd von hinten und so ...
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    Re: Wer nicht widerspricht, der spendet

    Beitrag von Oskar am Mi 5 Sep 2018 - 18:32

    Abriter schrieb:Jetzt habe ich einige viele Artikel zum Thema Organspende und Widerspruchslösung gelesen. Mein Eindruck bleibt: eine Totgeburt. Die Widerspruchslösung ändert nichts in den Köpfen der Menschen, an den organisatorischen Erfordernissen und wird auch die Zahl der Transplantationen nicht wesentlich steigern. Pferd von hinten und so ...

    Hier mal ein anderer Blickwinkel, zumindest was die Nierentransplantation betrifft.

    Wie erwähnt, warten in D die Patienten im Schnitt 10 Jahre auf eine Nierentransplantation. Nun ist es so, erst wenn die Niere kaputt ist, kommt man auf die Warteliste von Eurotransplant, also 10 Jahre Dialyse und die gibt es nicht zum Nulltarif. Je nach Art der Dialyse fallen hier im Schnitt 40.000 € pro Patient und Jahr an. D.h. 400.000 € pro Patient in 10 Jahren, die von den Kassen übernommen werden. Bei 8.000 Patienten kommt da Einiges zusammen.

    Dagegen sind die Kosten für eine Transplantation von 50.000 € pro Patient für die Kassen ein Klacks. Wenn es also gelänge, wie in A oder E durch die Widerspruchsregelung die Wartezeit auf ein halbes Jahr zu verkürzen, weil dann definitiv wesentlich mehr Spenderorgane zur Verfügung stünden, wäre dies eine gigantische Kosteneinsparung für das Gesundheitswesen, die auch locker organisatorische Mehrkosten auffangen würden.

    Vielleicht muss man den Vorstoß Spahns mal unter diesem Gesichtspunkt sehen.
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    Re: Wer nicht widerspricht, der spendet

    Beitrag von Leon0822 am Mi 5 Sep 2018 - 19:03

    Abriter schrieb:

    Auch der vorgegaukelte Sozialkommunismus lebte nicht von Luft. Oder arbeiteten die Ärzte, Pfleger, Techniker, Bauarbeiter, Hersteller usw. für einen feuchten Händedruck? Es muss immer alles bezahlt werden. Wenn du nichts bezahlt hast, dann hat es ein anderer bezahlt. Kostenlos war es ganz sicher nie.




    Die Staatsverschuldung ist ein anderes Thema. Wir, in Deutschland, brauchen keine Bange haben. Der überwiegende Teil der BRD-Schulden sind reine Buchschulden.


    Das hat niemand gesagt, aber das man gesagt hätte wir tun dies oder jenes nicht, weil es sich nicht rechnet, das gab es nicht. Ein Menschenleben rechnet sich nicht? Geht's eigentlich noch? Wir haben ja auf viel mehr oder weniger sinnvollen oder überflüssigen Kram verzichten müssen, aber der ist auch überhaupt nicht wichtig, weil man ihn nur gesund genießen kann. Frag doch mal Oskars Tochter was ihr lieber wäre, toller Luxus oder eine spenderniere. Und ein Krankenhaus das nicht danach fragt was sich rechnet oder eben nicht.
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    Re: Wer nicht widerspricht, der spendet

    Beitrag von Leon0822 am Mi 5 Sep 2018 - 19:15

    Trulla schrieb:

    Warum sollte ich das tun? Die DDR ist kalter Kaffee, was die dort hatten oder meinten gehabt zu haben oder nicht, interessiert mich einen Scheiß. Ich kann dieses Gejaule, wie toll es damals alles angeblich war, echt nicht mehr hören.

    Dir kann die "Pro-Kopf-Verschuldung" eines jeden einzelnen Bundesbürgers doch sowas von piepegal sein, ob das nun fünf-, zehn- oder fünfundzwanzigtausend sind, es ändert nichts an Deinen Lebensumständen. Nach wie vor nimmst Du mehr als Du gibst.

    Es interessiert dich zwar nicht, aber behauptest kack frech ich erzähle Mist, wenn man aber sagt, lies doch mal nach, dann interessiert es dich plötzlich nicht.

    Und von wem oder was nehme ich denn?
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    Re: Wer nicht widerspricht, der spendet

    Beitrag von Trulla am Mi 5 Sep 2018 - 19:39

    Leon0822 schrieb:

    Es interessiert dich zwar nicht, aber behauptest kack frech ich erzähle Mist, wenn man aber sagt, lies doch mal nach, dann interessiert es dich plötzlich nicht.

    Und von wem oder was nehme ich denn?

    Deine Glorifizierung der EX-DDR und die völlig Ausblendung von Verblendung ist der Mist. Und natürlich nimmst Du mehr als Du gibst, sonst ginge es Dir ja schlecht.
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    Re: Wer nicht widerspricht, der spendet

    Beitrag von Leon0822 am Mi 5 Sep 2018 - 19:47

    Trulla schrieb:

    Deine Glorifizierung der EX-DDR und die völlig Ausblendung von Verblendung ist der Mist. Und natürlich nimmst Du mehr als Du gibst, sonst ginge es Dir ja schlecht.



    Wie muss ich mir diese Verblendung denn vorstellen. Etwa so,?

    Frau Trulla kommt in die Klinik, und der Arzt sagt dann, wissen Sie, rein theoretisch könnten wir Ihnen helfen, aber wissen Sie, es rechnet sich nicht.

    Dann will ich mal sehen, ob du das immer noch so toll findest. Ich kann Oskar gut verstehen, meiner Schwester geht es seit Jahren so. Und das wäre in der DDR nicht passiert.
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    Re: Wer nicht widerspricht, der spendet

    Beitrag von Leon0822 am Mi 5 Sep 2018 - 20:03

    Oskar schrieb:

    Hier mal ein anderer Blickwinkel, zumindest was die Nierentransplantation betrifft.

    Wie erwähnt, warten in D die Patienten im Schnitt 10 Jahre auf eine Nierentransplantation. Nun ist es so, erst wenn die Niere kaputt ist, kommt man auf die Warteliste von Eurotransplant, also 10 Jahre Dialyse und die gibt es nicht zum Nulltarif. Je nach Art der Dialyse fallen hier im Schnitt 40.000 € pro Patient und Jahr an. D.h. 400.000 € pro Patient in 10 Jahren, die von den Kassen übernommen werden. Bei 8.000 Patienten kommt da Einiges zusammen.

    Dagegen sind die Kosten für eine Transplantation von 50.000 € pro Patient für die Kassen ein Klacks. Wenn es also gelänge, wie in A oder E durch die Widerspruchsregelung die Wartezeit auf ein halbes Jahr zu verkürzen, weil dann definitiv wesentlich mehr Spenderorgane zur Verfügung stünden, wäre dies eine gigantische Kosteneinsparung für das Gesundheitswesen, die auch locker organisatorische Mehrkosten auffangen würden.

    Vielleicht muss man den Vorstoß Spahns mal unter diesem Gesichtspunkt sehen.


    Oskar, es soll doch richtig teuer sein, weil es eben um Kohle geht. Und da werden schon auch mal zum Beispiel Rücken OP durchgeführt, die gar nicht nötig sind, aber von den Kassen gut bezahlt werden. Andere werden eben nicht vorgenommen, weil es rechnet sich ja nicht. Das ist genau das was ich meine.
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    Re: Wer nicht widerspricht, der spendet

    Beitrag von Trulla am Mi 5 Sep 2018 - 20:29

    Leon0822 schrieb:



    Wie muss ich mir diese Verblendung denn vorstellen. Etwa so,?

    Frau Trulla kommt in die Klinik, und der Arzt sagt dann, wissen Sie, rein theoretisch könnten wir Ihnen helfen, aber wissen Sie, es rechnet sich nicht.

    Dann will ich mal sehen, ob du das immer noch so toll findest. Ich kann Oskar gut verstehen, meiner Schwester geht es seit Jahren so. Und das wäre in der DDR nicht passiert.

    Ja nee, is' klar. Du vergleichst schon wieder Äpfel mit Birnen. *köpfchentätschel

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