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    Chico soll leben?

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    Chico soll leben?

    Beitrag von Trulla am Di 10 Apr 2018 - 11:04

    Nach der tödlichen Beißattacke in Hannover, bei der eine 52-Jährige im Rollstuhl und ihr gesundheitlich eingeschränkter 27-jähriger Sohn von ihrem eigenen Hund getötet wurden, ist dieser im Tierheim untergebracht und wartet auf die Entscheidung der Behörden. Vermutlich wird er eingeschläfert. Tierschützer haben Unterschriften gesammelt und fordern, das Tier am Leben zu lassen und ihm ein neues und vor allem artgerechtes Zuhause zu geben.

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    Bei aller Liebe zu Tieren, wer soll dafür die Verantwortung übernehmen, wenn dieser Hund neu vermittelt wird? Er wurde bereits 2011 als gefährlich eingestuft und hätte gar nicht mehr bei den Besitzern sein dürfen. Das haben die Behörden schlicht verpennt, denn beide, Mutter wie Sohn, waren gar nicht in der Lage, diesen Hund zu halten. Ständig eingesperrt, kaum Auslauf, letztendlich aus unbekannten Gründen ausgetickt - so bedauerlich es sein mag, aber den kriegt man doch nicht mehr hin. Was immer der Auslöser für seinen Ausraster war, der kann jederzeit wieder eintreten. Eine falsche Armbewegung und man hat die Zähne im Hals? Hm.
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    Re: Chico soll leben?

    Beitrag von Trulla am Di 10 Apr 2018 - 11:31

    Sehe gerade bei TO, dass wohl darüber nachgedacht wird, den Hund in eine Spezialeinrichtung zu geben, anstatt ihn zu töten. Die freudige Mitteilung des Tierheims Hannover darüber im Fratzenbuch erzeugt Reaktionen, die ich nicht nachvollziehen kann. Eine Nutzerin ist geradezu begeistert und kommentiert:

    Vielen vielen Dank ,an euch und an die Stadt Hannover das Chico weiter leben darf,der arme Hund der so ein schreckliches Leben bisher hatte,hat ganz Deutschland verzaubert ,umso mehr freue ich mich mit vielen anderen das er weiter Leben darf !Ich hoffe er findet den geeigneten Gnadenhof ,wo er noch ein paar schöne Hunde Jahre verbringen darf !!!Endlich hat die Gerechtigkeit mal gesiegt,das nicht wieder ein Hund wegen dem Fehler eines Menschens sterben muss!!!Der Hund kann nichts dafür ,der Fehler liegt immer am anderen Ende der Leine!!! LG aus Düsseldorf


    Quelle: [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]


    Sorry, aber bei so viel Verblendung kriege ich ANGST.

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    Re: Chico soll leben?

    Beitrag von Gast am Di 10 Apr 2018 - 12:38

    Trulla schrieb:Sehe gerade bei TO, dass wohl darüber nachgedacht wird, den Hund in eine Spezialeinrichtung zu geben, anstatt ihn zu töten. Die freudige Mitteilung des Tierheims Hannover darüber im Fratzenbuch erzeugt Reaktionen, die ich nicht nachvollziehen kann. Eine Nutzerin ist geradezu begeistert und kommentiert:

    Vielen vielen Dank ,an euch und an die Stadt Hannover das Chico weiter leben darf,der arme Hund der so ein schreckliches Leben bisher hatte,hat ganz Deutschland verzaubert ,umso mehr freue ich mich mit vielen anderen das er weiter Leben darf !Ich hoffe er findet den geeigneten Gnadenhof ,wo er noch ein paar schöne Hunde Jahre verbringen darf !!!Endlich hat die Gerechtigkeit mal gesiegt,das nicht wieder ein Hund wegen dem Fehler eines Menschens sterben muss!!!Der Hund kann nichts dafür ,der Fehler liegt immer am anderen Ende der Leine!!! LG aus Düsseldorf


    Quelle: https://www.facebook.com/TierschutzHannover/


    Sorry, aber bei so viel Verblendung kriege ich ANGST.
    Ich habe selbst seit vielen Jahren Bullterrier.
    Hat ein Hund mal "erfolgreich" gebissen und ist sich seiner Macht und Kraft bewusst, wird er das nie wieder los.
    Sorry wenn ich das so sage, es ist schade und traurig um das Tier, aber man sollte es einschläfern.
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    Re: Chico soll leben?

    Beitrag von VausB am Di 10 Apr 2018 - 12:56

    Tat2 schrieb:
    Ich habe selbst seit vielen Jahren Bullterrier.
    Hat ein Hund mal "erfolgreich" gebissen und ist sich seiner Macht und Kraft bewusst, wird er das nie wieder los.
    Sorry wenn ich das so sage, es ist schade und traurig um das Tier, aber man sollte es einschläfern.


    Ist aber was dran, nicht der Hund ist das übel, sondern der dämliche Mensch. Der Hund bezahlt nur mit seinem Leben, für des Menschen Doofheit.
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    Re: Chico soll leben?

    Beitrag von Trulla am Di 10 Apr 2018 - 12:58

    Tat2 schrieb:
    Ich habe selbst seit vielen Jahren Bullterrier.
    Hat ein Hund mal "erfolgreich" gebissen und ist sich seiner Macht und Kraft bewusst, wird er das nie wieder los.
    Sorry wenn ich das so sage, es ist schade und traurig um das Tier, aber man sollte es einschläfern.

    Ja, es ist schon traurig, aber das Tier hat Blut geleckt und nicht nur einen, sondern gleich zwei Menschen plattgemacht. Man kann nur spekulieren, wie es dazu kam und die Phantasie spielen lassen. Keine der möglichen Versionen gefällt mir.
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    Re: Chico soll leben?

    Beitrag von Trulla am Di 10 Apr 2018 - 13:10

    VausB schrieb:


    Ist aber was dran, nicht der Hund ist das übel, sondern der dämliche Mensch. Der Hund bezahlt nur mit seinem Leben, für des Menschen Doofheit.

    Da werden noch Köpfe rollen wegen der Versäumnisse seitens der Behörden. Aber nicht nur die haben geschlafen. Am schlimmsten dran sind jedoch die Hinterbliebenen - für die ist das Ganze eine furchtbare Tragödie.
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    Re: Chico soll leben?

    Beitrag von Trulla am Mi 11 Apr 2018 - 9:54

    Das Tier wird zum "Medienstar" - der erste Gassigang wird gefilmt und bei TO eingestellt.

    Videoüberschrift:

    Videos zeigen einen zufriedenen Hund

    Ähm, ja ...

    Etwas geschmacklos finde ich das schon.

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    Re: Chico soll leben?

    Beitrag von Gast am Mi 11 Apr 2018 - 16:35

    Soso, in einem Metallkäfig in der Wohnung, nichts von artgerechter Tierhaltung gehört? Können Besitzer das Tier nicht ausreichend versorgen tragen diese eine Mitschuld.

    Mad
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    Re: Chico soll leben?

    Beitrag von Trulla am Mi 11 Apr 2018 - 16:49

    thunder schrieb:Soso, in einem Metallkäfig in der Wohnung, nichts von artgerechter Tierhaltung gehört? Können Besitzer das Tier nicht ausreichend versorgen tragen diese eine Mitschuld.

    Mad

    Tja. Sie haben wohl ihre Schuld mehr als beglichen.
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    Re: Chico soll leben?

    Beitrag von Trulla am Mo 16 Apr 2018 - 21:53

    Heute Mittag wurde nun der Hund nach Beratung mit "Experten" doch eingeschläfert.

    Die Begründung kann ich sogar nachvollziehen; es wären medizinische Behandlungen notwendig geworden, für die man das Tier wegen seiner Aggressivität jedesmal hätte narkotisieren müssen, er wäre bis an sein Lebensende isoliert worden, da er bis dato keinerlei Kontakte zu anderen Hunden hatte und ihm sowas wie Sozialverhalten gänzlich abging, er wäre mit seiner Vorgeschichte nicht mehr vermittelbar gewesen.

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    Es bleibt allerdings unbegreiflich, warum die Behörden, die ihn bereits 2011 als gefährlich eingestuft hatten - und da war er gerade ein Jahr alt - ihn bei den Besitzern gelassen haben. Damals hätte man ihn sicher noch "hinkriegen" können, heute nicht mehr. Ich hoffe, zukünftig wird stärker darauf geachetet, wer sich solch einen Hund ins Haus holt. Die getöteten Besitzer können ihn eigentlich nur auf illegalem Wege erhalten haben, denn den Hundeführerschein hätten beide nicht bestanden.

      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Fr 17 Aug 2018 - 5:14